Der Wechsel von Wix oder Jimdo zu einer eigenen Website läuft in fünf Schritten: Inhalte sichern, Domain-Umzug vorbereiten, neue Seite bauen, Weiterleitungen einrichten, alten Vertrag kündigen. Deine Domain, Texte und Bilder kommen mit — das Design wird neu gebaut, und deine Rankings brauchen saubere Weiterleitungen. Hier erkläre ich jeden Schritt.
Dieser Artikel ist die Fortsetzung meines Vergleichs Freelancer, Agentur oder Baukasten — was passt zu dir?
Professionelle Website erstellen lassen — der Leitfaden Wenn du dort gelandet bist bei „der Baukasten reicht nicht mehr", findest du hier den konkreten Ausstiegsplan.
Woran merkst du, dass du aus dem Baukasten herausgewachsen bist?
Du bist aus dem Baukasten herausgewachsen, wenn die Plattform dich öfter bremst als unterstützt. In der Praxis sind es fast immer dieselben vier Symptome — und keins davon ist ein Bedienfehler von dir:
1. Die Seite lädt spürbar langsam
Baukasten-Seiten schleppen viel mit: universellen Editor-Code, Skripte für Funktionen, die du gar nicht nutzt, oft unoptimierte Bilder. Das kannst du im Baukasten nur begrenzt beeinflussen, weil du an den Unterbau nicht herankommst. Wenn deine Seite auf dem Handy sichtbar ruckelt und Besucher abspringen, bevor sie deine Leistungen gesehen haben, ist das ein handfestes Geschäftsproblem.
2. Du stößt an SEO-Grenzen
Die Basics — Titel, Beschreibungen, saubere Überschriften — können Wix und Jimdo inzwischen ordentlich. Eng wird es dahinter: volle Kontrolle über strukturierte Daten, technisches Feintuning bei Ladezeit und Quellcode, individuelle Weiterleitungslogik, gezielt aufgebaute Unterseiten für einzelne Leistungen und Orte. Wer in einer umkämpften Nische sichtbar werden will, arbeitet im Baukasten mit angezogener Handbremse.
3. Die Abo-Kosten summieren sich
Ein Baukasten wirkt günstig, weil der Monatsbetrag klein aussieht. Aber er läuft ewig — und für Extras wie professionelle E-Mail-Adressen, mehr Speicher oder Shop-Funktionen rutschst du schnell in höhere Tarife. Nach fünf Jahren hast du oft mehr bezahlt als für eine handgebaute Seite, die dir danach gehört. Die konkreten Zahlen rechne ich weiter unten vor.
4. Du bist abhängig — von Plattform und Preisen
Das gewichtigste Symptom ist zugleich das unsichtbarste: Deine Website existiert nur, solange du das Abo bezahlst. Du kannst eine Wix- oder Jimdo-Seite nicht exportieren und woanders weiterbetreiben — kündigst du, ist die Seite weg. Preiserhöhungen musst du mittragen, gestrichene Funktionen hinnehmen, und wenn die Plattform ihren Editor umbaut, baust du mit. Das ist keine böse Absicht der Anbieter, sondern schlicht ihr Geschäftsmodell: Die Software bleibt ihre, du mietest die Nutzung. Für ein Hobbyprojekt ist das egal. Für einen Betrieb, dessen Anfragen über die Website laufen, ist es ein Klumpenrisiko — dein wichtigster digitaler Vertriebskanal gehört dir nicht. Genau dieses Gefühl, Gast auf der eigenen Website zu sein, ist der häufigste Grund, warum Baukasten-Nutzer bei mir anfragen.
Wofür sind Wix und Jimdo weiterhin eine gute Wahl?
Baukästen sind eine gute Wahl, wenn die Website vor allem existieren muss, nicht performen: für Vereine, private Projekte, Übergangslösungen in der Gründungsphase oder Betriebe, die nachweislich komplett über Empfehlungen laufen. Dafür sind Wix und Jimdo solide Produkte — schnell eingerichtet, ohne Technikwissen bedienbar, mit Hosting und Updates inklusive.
Ich sage das ohne Ironie: Wenn das deine Situation ist, bleib beim Baukasten und spar dir das Geld für den Umzug. Die ausführliche Abwägung — auch die Variante, selbst mit WordPress zu bauen — findest du in Website selber bauen oder machen lassen? Dieser Artikel hier richtet sich an die anderen: an alle, bei denen die Website Kunden bringen soll und der Baukasten dabei zur Bremse geworden ist.
Was kommt beim Wechsel mit — und was musst du neu machen lassen?
Beim Wechsel kommen deine Inhalte, deine Bilder und deine Domain mit. Neu gebaut werden Design und Technik — und deine Google-Rankings brauchen einen sauberen Übergang. Im Einzelnen:
- Texte und Bilder: kommen mit. Alles, was du selbst eingepflegt hast, gehört inhaltlich dir. Es wird aus der alten Seite gesichert und in die neue übernommen — meist überarbeitet, weil die neue Struktur bessere Möglichkeiten bietet.
- Deine Domain: kommt mit. Egal ob du sie direkt bei Wix/Jimdo oder bei einem Anbieter wie IONOS oder Strato registriert hast — sie lässt sich per Transfer zu einem Hoster deiner Wahl umziehen und zeigt danach auf die neue Seite.
- E-Mail-Adressen: kommen mit, brauchen aber Planung. Läuft deine Mail über den Baukasten-Tarif, muss sie vor der Kündigung zum neuen Anbieter umziehen, damit keine Nachricht verloren geht.
- Design und Technik: werden neu gebaut. Baukasten-Layouts lassen sich nicht exportieren. Das ist kein Verlust, sondern der eigentliche Punkt des Wechsels — die neue Seite wird schneller, sauberer und exakt auf deinen Betrieb zugeschnitten.
- Rankings: brauchen Weiterleitungen. Der wichtigste technische Schritt des ganzen Umzugs, deshalb ausführlich:
Wie bleiben deine Google-Rankings beim Umzug erhalten?
Deine Rankings bleiben erhalten, wenn die Domain dieselbe bleibt und jede alte URL per 301-Weiterleitung auf ihre neue Entsprechung zeigt. Google bewertet nicht deinen Baukasten, sondern deine Domain und ihre einzelnen Seiten. Weil Wix und Jimdo eigene URL-Muster erzeugen, heißen die Unterseiten nach dem Umzug fast immer anders — und genau da reißen unsaubere Umzüge Rankings ab: Die alte Adresse liefert plötzlich einen Fehler, Google wirft sie aus dem Index, und der mühsam aufgebaute Platz ist weg. Die Lösung ist unspektakulär, aber entscheidend: Vor dem Livegang wird jede indexierte alte URL erfasst und auf dem neuen Hosting dauerhaft auf die passende neue Seite weitergeleitet. So übergibt die alte Adresse ihren Wert an die neue, Besucher mit alten Lesezeichen landen richtig, und Google versteht den Umzug als das, was er ist: dieselbe Website in besserem Gewand. Kurzfristige Schwankungen kann es trotzdem geben — ein sauber weitergeleiteter Umzug erholt sich davon.
Wichtig: Kündige den Baukasten-Vertrag erst, wenn die neue Seite live ist und die Domain umgezogen wurde. Wer zuerst kündigt, riskiert eine Lücke, in der weder die alte noch die neue Seite erreichbar ist — und im schlimmsten Fall die Domain selbst.
Wie läuft der Umzug bei mir ab?
Bei mir läuft der Baukasten-Umzug in fünf Schritten, und deine alte Seite bleibt dabei bis zum Livegang der neuen erreichbar:
- Bestandsaufnahme im kostenlosen Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam auf deine Wix- oder Jimdo-Seite: Was funktioniert, was bremst, welche Inhalte übernehmen wir, wo liegt die Domain, wann läuft dein Vertrag aus. Danach bekommst du innerhalb von 24 Stunden einen kostenlosen Live-Entwurf deiner neuen Startseite.
- Festpreis-Angebot. Der Umzug läuft über meine Festpreis-Pakete zwischen 990 und 2.690 Euro — der genaue Preis steht nach dem kostenlosen Erstgespräch fest, schriftlich und inklusive Inhaltsübernahme, Domain-Umzug und Weiterleitungen.
- Neubau parallel zum laufenden Betrieb. Ich sichere deine Inhalte und baue die neue Seite aus handgeschriebenem Code — ohne Baukasten, ohne überflüssigen Ballast. Du schaust per Vorschau-Link jederzeit zu und gibst Feedback. Welche Unterlagen ich dafür brauche, steht in meiner Checkliste vor dem Projektstart.
- Domain-Umzug und Livegang. Ich beantrage den Auth-Code für deine Domain, ziehe sie zum neuen Hosting um — das läuft auf deinen Namen, nicht auf meinen — und schalte die neue Seite live. E-Mail-Postfächer ziehen im selben Zug mit um. Dann kommen die 301-Weiterleitungen für alle alten URLs.
- Kündigung und Nachkontrolle. Erst jetzt kündigst du den Baukasten-Vertrag zum Laufzeitende. Ich prüfe in den Wochen danach, ob Google die neuen URLs sauber übernimmt, und reiche die neue Sitemap ein.
Am Ende gehört dir alles: Code, Inhalte, Domain, Hosting-Vertrag. Wenn du irgendwann jemand anderen mit der Pflege beauftragen willst, kannst du das — genau die Freiheit, die dir der Baukasten nicht gibt.
Was kostet der Wechsel — und was sparst du danach laufend?
Der Wechsel selbst kostet bei mir einmalig zwischen 990 und 2.690 Euro als Festpreis, je nach Umfang der neuen Seite. Danach dreht sich die Kostenlogik um: Statt eines Abos, das jeden Monat fällig bleibt und tendenziell teurer wird, zahlst du laufend nur noch Hosting und Domain — bei deutschen Hostern typischerweise ein Bruchteil eines Baukasten-Tarifs. Zur Einordnung die Listenpreise der Anbieter, Stand August 2026: Bezahlte Wix-Tarife beginnen laut offizieller Wix-Preisseite im einstelligen Eurobereich pro Monat bei jährlicher Zahlung und reichen für Business-Tarife in den mittleren zweistelligen Bereich; bei Jimdo liegen die bezahlten Website-Pakete in einer ähnlichen Spanne. Für einen Betrieb, der E-Mail, ausreichend Speicher und werbefreie Darstellung braucht, landen beide Anbieter schnell bei mehreren hundert Euro pro Jahr — dauerhaft.
| Posten | Baukasten (Wix/Jimdo) | Eigene Website |
|---|---|---|
| Einmalige Kosten | Keine bis gering | 990–2.690 € Festpreis |
| Laufende Kosten | Abo je nach Tarif, dauerhaft | Hosting + Domain, wenige €/Monat |
| Eigentum an der Seite | Nein — endet mit dem Abo | Ja, inkl. Code |
| Pflege (optional) | Selbst, im Abo enthalten | Selbst oder als Wartungspaket |
Prüfe die aktuellen Tarife im Zweifel direkt beim Anbieter — Baukasten-Preise ändern sich häufig. Der Punkt bleibt derselbe: Das Abo endet nie, der Festpreis schon. Was bei einer eigenen Website an optionaler Pflege dazukommen kann, habe ich in Was kostet Website-Pflege? aufgeschlüsselt.
Wann kündigst du Wix oder Jimdo am besten?
Kündige erst, wenn die neue Website live ist, die Domain umgezogen wurde und deine E-Mail-Postfächer beim neuen Anbieter laufen — und dann zum Ende der aktuellen Vertragslaufzeit. Beide Anbieter arbeiten mit Jahresverträgen, die sich automatisch verlängern; die Kündigungsfrist findest du in der Kontoverwaltung des Anbieters. Zwei Dinge solltest du vorher klären: Erstens, wo deine Domain registriert ist — liegt sie direkt beim Baukasten-Anbieter, muss der Transfer vor der Kündigung angestoßen werden, sonst kann sie mit dem Konto verfallen. Zweitens, ob eine Transfersperre greift: Bei manchen Domain-Endungen ist ein Umzug in den ersten 60 Tagen nach Registrierung oder letztem Transfer nicht möglich. Beides prüfe ich im Erstgespräch als Erstes, denn daraus ergibt sich der realistische Zeitplan. Idealerweise startest du den Wechsel drei bis vier Monate vor dem Verlängerungsdatum — dann geht die neue Seite live, bevor die nächste Jahresrechnung kommt, und du zahlst keinen Monat doppelt länger als nötig.
FAQ: Häufige Fragen zum Baukasten-Ausstieg
Kann ich meine Wix- oder Jimdo-Seite einfach exportieren?
Nein. Weder Wix noch Jimdo bieten einen Export der kompletten Website an — das Design und die Technik bleiben beim Anbieter. Deine Texte, Bilder und deine Domain lassen sich aber sichern und mitnehmen; die neue Seite wird darauf aufbauend neu gebaut.
Verliere ich meine Google-Rankings beim Wechsel?
Nicht, wenn der Umzug sauber gemacht wird: Die Domain bleibt dieselbe, und jede alte URL wird per 301-Weiterleitung auf ihre neue Entsprechung umgeleitet. Kurzfristige Schwankungen sind möglich, dauerhafte Verluste entstehen fast nur durch fehlende Weiterleitungen.
Ist meine Website offline, während die neue gebaut wird?
Nein. Die neue Seite entsteht parallel zum laufenden Betrieb der alten. Erst wenn sie fertig ist, wird die Domain umgestellt — der Wechsel selbst dauert dann Stunden, nicht Tage, und die alte Seite bleibt bis zu diesem Moment erreichbar.
Was passiert mit meinen E-Mail-Adressen vom Baukasten-Tarif?
Sie ziehen mit um. Läuft deine E-Mail über den Wix- oder Jimdo-Tarif, wird das Postfach vor der Kündigung beim neuen Hosting eingerichtet und die Adresse dort weitergeführt. Wichtig ist nur die Reihenfolge: erst Mail umziehen, dann kündigen.
Lohnt sich der Wechsel auch bei einer kleinen Website?
Wenn die Website Kunden bringen soll: meistens ja, denn gerade kleine Seiten profitieren stark von besserer Ladezeit und sauberem lokalem SEO. Wenn sie nur eine digitale Visitenkarte ohne Vertriebsfunktion ist, kann der Baukasten die wirtschaftlichere Lösung bleiben — das sage ich dir im Erstgespräch ehrlich.
Fazit: Wechseln, ohne dass etwas verloren geht
Ein Baukasten-Ausstieg ist kein Sprung ins Leere, sondern ein planbarer Umzug: Inhalte, Bilder, Domain und E-Mail kommen mit, Weiterleitungen sichern deine Rankings, und die alte Seite bleibt bis zum Livegang der neuen online. Was sich ändert, ist das Fundament — statt Miete auf Lebenszeit gehört dir die Website danach selbst. Wenn du wissen willst, wie das bei deiner Seite konkret aussähe: Schick mir den Link zu deiner Wix- oder Jimdo-Seite, und du bekommst innerhalb von 24 Stunden einen kostenlosen Live-Entwurf der neuen Version — Kontakt aufnehmen.