Wenn du eine Website brauchst, hast du drei Wege: selbst bauen mit einem Baukasten, eine Agentur beauftragen oder mit einem Freelancer arbeiten. Ich bin Freelancer — das sage ich gleich vorweg, damit du weißt, aus welcher Perspektive dieser Artikel geschrieben ist. Trotzdem bekommst du hier einen ehrlichen Vergleich. Denn es gibt Fälle, in denen ein Baukasten völlig reicht, und Fälle, in denen eine Agentur die bessere Wahl ist als ich. Wer dir erzählt, seine Lösung passe für alle, verkauft dir etwas.

Am Ende des Artikels weißt du, welcher der drei Wege zu deiner Situation passt — mit einer Vergleichstabelle über Kosten, Betreuung, Geschwindigkeit und Lock-in.

Die Kurzantwort: Wer passt zu wem?

Ein Baukasten passt, wenn die Website ein Hobby oder ein Test ist und weder Kunden bringen noch professionell wirken muss. Eine Agentur passt, wenn du ein großes Projekt mit vielen Beteiligten hast und laufend Kampagnen, Content und Betreuung durch ein ganzes Team brauchst. Ein Freelancer ist der Sweet Spot für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und Selbstständige: individuelle Qualität, direkter Draht zu einer Person und ein überschaubarer, planbarer Preis.

Wann reicht ein Baukasten?

Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace haben ihre Berechtigung — und es wäre unehrlich, das zu verschweigen. Ein Baukasten ist eine gute Wahl, wenn:

  • die Website ein privates Projekt oder Hobby ist (Verein, Blog, Hochzeitsseite),
  • du eine Geschäftsidee erst testen willst, bevor du investierst,
  • das Budget schlicht noch nicht da ist und irgendeine Präsenz besser ist als keine,
  • du Spaß am Selbermachen hast und deine Zeit nicht gegen Geld rechnen musst.

Die ehrliche Kehrseite: Sobald die Website Kunden bringen soll, stößt der Baukasten an Grenzen. Das Design bleibt im Rahmen der Vorlage, die Ladezeit trägt den Ballast des Systems mit sich herum, die SEO-Möglichkeiten sind eingeschränkt — und deine Inhalte leben auf einer Plattform, die du nicht mitnehmen kannst. Kündigst du das Abo, ist die Seite weg. Dazu kommt der unterschätzte Faktor Zeit: Die versprochene „Website in 30 Minuten" wird real oft ein Wochenendprojekt über mehrere Wochen. Ob Selbermachen für dich trotzdem der richtige Weg ist, habe ich hier ausführlicher durchgerechnet: Website selber bauen oder machen lassen?

Wann ist eine Agentur die richtige Wahl?

Auch hier bleibe ich fair: Es gibt Projekte, für die eine Agentur die bessere Besetzung ist als jeder einzelne Freelancer — mich eingeschlossen. Eine Agentur ist sinnvoll, wenn:

  • dein Projekt sehr groß ist — dutzende Seiten, mehrere Sprachen, komplexe Systeme mit Shop, Login oder Schnittstellen,
  • viele Stakeholder mitreden (Marketing, Geschäftsführung, IT, Rechtsabteilung) und ein Projektmanagement zwischen allen vermitteln muss,
  • du laufende Kampagnen fährst — Ads, Social Media, Content-Produktion — und dafür dauerhaft ein ganzes Team brauchst,
  • Compliance-Anforderungen gelten, die Prozesse, Dokumentation und Vertretungsregelungen verlangen.

Dafür bezahlst du die Struktur mit: Eine Agentur trägt Personal, Büro, Projektmanagement und Vertrieb in ihren Preisen — Projekte bewegen sich deshalb häufig im deutlich vier- bis fünfstelligen Bereich. Und zwischen dir und der Person, die deine Seite tatsächlich baut, sitzen oft ein Projektmanager und ein Ticketsystem. Für Konzernprojekte ist genau das ein Feature. Für einen Handwerksbetrieb mit acht Mitarbeitern ist es meist bezahlter Overhead, den das Projekt nicht braucht.

Wann ist ein Freelancer der Sweet Spot?

Zwischen „selbst zusammenklicken" und „Team mit Projektmanagement" liegt der Bereich, in dem die meisten kleinen und mittleren Unternehmen tatsächlich zu Hause sind: Du willst eine individuelle, professionelle Website, die bei Google gefunden wird und Anfragen bringt — aber kein Enterprise-Projekt mit Workshops und Lenkungskreis. Genau dafür ist ein Freelancer gebaut:

  • Direkter Draht: Du sprichst mit der Person, die deine Website konzipiert, gestaltet und programmiert. Keine Stille Post über Projektmanager, keine Tickets — eine kurze Nachricht reicht.
  • Individuelle Qualität: Ich baue in sauberem Code statt im Baukasten — dadurch lädt die Seite in unter einer Sekunde und sieht so aus, wie es zu deiner Marke passt, nicht wie das Template es erlaubt.
  • Planbare Kosten: Bei mir arbeitest du mit Festpreis-Paketen zwischen 990 und 2.690 Euro — mit vorher fixiertem Umfang statt offener Stundenabrechnung. Details dazu: Website erstellen lassen zum Festpreis.
  • Geschwindigkeit: Kurze Wege bedeuten kurze Projekte. Bei mir siehst du innerhalb von 24 Stunden nach dem Erstgespräch einen kostenlosen Live-Entwurf deiner Startseite — noch bevor du dich entscheidest.
  • Unabhängigkeit: Code, Zugänge und Domain gehören dir. Du kannst jederzeit wechseln — was paradoxerweise der beste Grund ist zu bleiben.

Die ehrliche Kehrseite gibt es auch hier: Ein Freelancer ist eine Person. Für ein Projekt mit zwanzig parallelen Workstreams bin ich die falsche Besetzung — das gebe ich im Erstgespräch offen zu und sage dir dann auch, dass eine Agentur besser passt.

Freelancer vs. Agentur vs. Baukasten: Der direkte Vergleich

KriteriumBaukastenFreelancerAgentur
KostenMonatliches Abo plus viel EigenzeitEinmalig, meist drei- bis niedrig vierstellig; bei mir Festpreis-Pakete zwischen 990 und 2.690 EuroMeist deutlich vier- bis fünfstellig
BetreuungKeine — du bist Support und Umsetzer in einem1 Ansprechpartner, der alles selbst umsetztTeam mit Projektmanagement und Ticketsystem
GeschwindigkeitSofort startklar, aber real oft wochenlanges BastelnKurze Wege; erster Live-Entwurf bei mir in 24 StundenLängere Vorläufe durch Abstimmungen und Prozesse
IndividualitätIm Rahmen der VorlageVollständig individuell, in Code gebautVollständig individuell
Lock-inHoch — Seite lebt auf der Plattform, kein Umzug möglichGering — Code, Domain und Zugänge gehören dirUnterschiedlich — auf Rechte an Code und Design achten
Passt fürHobby, Verein, Idee testenKMU, Handwerk, Selbstständige, PraxenKonzerne, Großprojekte, laufende Kampagnen

Der Lock-in-Punkt wird am meisten unterschätzt: Beim Baukasten mietest du deine Website — kündigst du, ist sie weg. Bei manchen Anbietern bleiben Design und Code Eigentum des Dienstleisters. Frag vor jeder Beauftragung: „Gehören mir am Ende Code, Design, Domain und alle Zugänge?" Die Antwort sollte ein uneingeschränktes Ja sein.

Wie triffst du die Entscheidung konkret?

Drei Fragen reichen, um die Richtung zu klären:

  • Soll die Website Kunden bringen? Wenn nein: Baukasten reicht. Wenn ja: weiter zu Frage 2.
  • Hast du ein Großprojekt mit vielen Beteiligten oder laufendem Kampagnenbedarf? Wenn ja: Agentur. Wenn nein: weiter zu Frage 3.
  • Willst du individuellen Code, einen direkten Ansprechpartner und einen planbaren Preis? Dann bist du beim Freelancer richtig.

Beim Budget hilft dir mein ausführlicher Kosten-Ratgeber weiter: Was kostet eine Website? Dort schlüssele ich auf, welche Positionen in einem Website-Projekt stecken und woran du erkennst, ob ein Angebot fair kalkuliert ist.

FAQ: Häufige Fragen zur Entscheidung

Ist ein Freelancer nicht riskanter als eine Agentur?

Das Argument hörst du oft — entscheidend ist, wie der Freelancer arbeitet. Wenn dir Code, Domain und alle Zugänge gehören, kann jeder andere Entwickler die Seite jederzeit übernehmen. Damit ist dein Risiko geringer als bei einem Baukasten (Plattform-Abhängigkeit) und vergleichbar mit einer Agentur — bei einem Bruchteil des Preises.

Kann ich vom Baukasten später zum Profi wechseln?

Ja, aber du fängst praktisch bei null an: Design und Technik lassen sich aus Baukästen nicht exportieren, nur Texte und Bilder kannst du mitnehmen. Deshalb lohnt sich die Rechnung vorab: Wenn absehbar ist, dass die Website Kunden bringen soll, ist der direkte Weg zum Profi meist günstiger als der Umweg.

Warum sind Agenturen so viel teurer als Freelancer?

Nicht, weil die Arbeit besser wäre, sondern wegen der Kostenstruktur: Festangestellte, Büro, Projektmanagement und Vertrieb stecken in jedem Angebot mit drin. Für Großprojekte ist diese Struktur nötig und ihr Geld wert. Für eine typische Unternehmens-Website eines KMU bezahlst du damit Overhead, den dein Projekt nicht braucht.

Was kostet eine Website beim Freelancer konkret?

Das hängt vom Umfang ab — Seitenzahl, Funktionen, Content-Aufwand. Bei mir arbeitest du mit Festpreis-Paketen zwischen 990 und 2.690 Euro, mit vorab fixiertem Umfang. Vor jeder Entscheidung bekommst du ein kostenloses Erstgespräch und innerhalb von 24 Stunden einen kostenlosen Live-Entwurf deiner Startseite.

Fazit: Es gibt keine beste Lösung — nur die passende

Baukasten, Freelancer, Agentur — alle drei haben ihren berechtigten Platz. Die Frage ist nicht, was objektiv „am besten" ist, sondern was zu deinem Projekt, deinem Budget und deiner Arbeitsweise passt. Für Hobby und Ideentests: Baukasten. Für Großprojekte mit Team-Bedarf: Agentur. Und für den großen Bereich dazwischen — KMU, Handwerk, Selbstständige, Praxen — ist ein Freelancer mit Festpreis und fixiertem Umfang in den meisten Fällen die effizienteste Wahl. Wenn du herausfinden willst, ob das auf dein Projekt zutrifft: Das Erstgespräch kostet nichts, und der Live-Entwurf danach auch nicht.