Die Frage stellt sich fast jeder, der ein Business startet oder seinen Online-Auftritt erneuern möchte: Website selber bauen oder machen lassen? Die Antwort ist weniger eindeutig, als die Werbung von Wix und Jimdo suggeriert.
Option 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Baukastensysteme versprechen „deine Website in 30 Minuten". Das stimmt – wenn du mit Template-Designs, limitierter Anpassbarkeit und durchschnittlicher Performance leben kannst.
- Vorteile: Niedrige Einstiegskosten (0–30 €/Monat), keine technischen Kenntnisse nötig, sofort online.
- Nachteile: Eingeschränktes Design, schlechte Ladezeiten, schwache SEO-Möglichkeiten, Abhängigkeit vom Anbieter (kein Export möglich), wenig professionelle Wirkung.
Realität: Die meisten Baukästen erzeugen aufgeblähten Code, der zu Ladezeiten von 4–8 Sekunden führt (siehe Core Web Vitals). Google empfiehlt unter 2,5 Sekunden. Googles bekannte Mobile-Studie (Google/SOASTA-Research) kam zu dem Ergebnis, dass über die Hälfte der mobilen Besucher abspringt, wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt.
Option 2: WordPress mit Theme
WordPress ist laut den laufenden W3Techs-Erhebungen mit gut 40 % Marktanteil das meistgenutzte CMS der Welt. Die Flexibilität ist enorm, aber damit kommt auch Komplexität: Themes, Plugins, Updates, Sicherheit, Hosting – alles deine Verantwortung.
- Vorteile: Riesiges Ökosystem, beliebig erweiterbar, SEO-Plugins (Yoast, RankMath), du besitzt den Code.
- Nachteile: Steilere Lernkurve, regelmäßige Updates nötig (Sicherheit!), Performance oft mittelprächtig durch Plugin-Overhead, Theme-Konflikte, Hosting-Setup.
Option 3: Freelancer (Custom Code)
Ein Freelancer baut deine Seite von Grund auf – kein Template, kein Baukasten, kein CMS-Overhead. Das Ergebnis: eine maßgeschneiderte Website, die genau auf dein Business zugeschnitten ist.
- Vorteile: Perfektes Design, blitzschnelle Ladezeiten, sauberer Code, Top-SEO von Anfang an, persönlicher Ansprechpartner, maximale Individualität.
- Nachteile: Höhere einmalige Kosten, Abhängigkeit vom Freelancer für Änderungen (außer du lernst HTML/CSS).
Wann Selbermachen völlig okay ist
Ehrlichkeit zuerst: Es gibt Fälle, in denen ich dir vom Beauftragen abrate — weil ein Baukasten für dein Ziel schlicht reicht. Selbermachen ist eine vernünftige Entscheidung, wenn mindestens einer dieser Punkte auf dich zutrifft:
- Deine Kunden kommen nicht über Google. Wenn dein Geschäft über Empfehlungen, Stammkunden oder eine Plattform läuft und die Website nur als digitale Visitenkarte dient, muss sie nicht ranken — sie muss nur existieren und seriös aussehen.
- Du testest eine Idee. Für ein Projekt, von dem du noch nicht weißt, ob es in sechs Monaten noch existiert, ist ein Baukasten der richtige, günstige Prototyp. Investiere erst, wenn die Idee trägt.
- Es ist ein Hobby- oder Vereinsprojekt. Ohne kommerziellen Druck zählt vor allem, dass Inhalte online sind und du sie selbst pflegen kannst.
- Dein Budget liegt aktuell unter dem, was seriöse Arbeit kostet. Dann ist ein ordentlicher Baukasten die bessere Wahl als ein Billig-Anbieter, der dir „Custom Design für 300 €" verspricht — das kann nicht funktionieren, und du bezahlst es später doppelt.
Sobald deine Website aber Kunden gewinnen soll — über Google-Rankings, über den ersten Eindruck, über Vertrauen — verschiebt sich die Rechnung. Dann konkurrierst du nicht mehr mit „online sein", sondern mit den besten Websites deiner Branche in deiner Region.
Das Zeitkosten-Argument: „Kostenlos" ist der teuerste Preis
Die Baukasten-Werbung rechnet mit einem Preis von null — und unterschlägt dabei deine Arbeitszeit. Realistisch betrachtet baust du als Anfänger nicht in 30 Minuten eine Website, sondern verbringst viele Abende und Wochenenden mit Template-Auswahl, Layout-Gefrickel, Bildzuschnitt, Textformatierung und der Frage, warum die mobile Ansicht schon wieder anders aussieht als die Desktop-Version. Danach beginnt die eigentliche Arbeit erst: Texte, die verkaufen. SEO-Grundlagen. Rechtstexte. Ladezeit.
Diese Stunden sind nicht kostenlos — es sind Stunden, in denen du nicht in deinem eigentlichen Beruf arbeitest. Rechne deine Zeit mit deinem eigenen Stundensatz und die „kostenlose" Baukasten-Website bekommt sehr schnell einen realen Preis. Und anders als beim Profi ist das Ergebnis danach nicht besser, sondern das, was ein motivierter Laie eben hinbekommt. Das ist kein Vorwurf — Webdesign ist ein Beruf. Du würdest ja auch nicht erwarten, dass ich nach ein paar Wochenenden deine Steuererklärung auf Profi-Niveau mache.
Die ehrliche Frage lautet nicht: „Was kostet der Freelancer?" Sondern: „Was kostet mich die Alternative — in Stunden, in entgangenen Anfragen und in einem Auftritt, der Interessenten nicht überzeugt?"
Wechselkosten und Lock-in: Die Rechnung kommt beim Umzug
Der am meisten unterschätzte Nachteil von Baukästen zeigt sich erst nach Jahren: Du kannst nicht weg. Wix, Jimdo und Co. bieten keinen vollständigen Export deiner Website an — das ist kein Versehen, sondern Geschäftsmodell. Deine Inhalte, dein Design, deine mühsam aufgebauten Google-Rankings hängen an der Plattform. Kündigst du, fängst du bei null an: neue Website, neue URLs, Rankings weg.
Dazu kommt die stille Preisschraube: Der günstige Einstiegstarif reicht in der Praxis selten — eigene Domain, werbefreie Seite und Basis-Funktionen liegen typischerweise in höheren Tarifen, und Preiserhöhungen der Plattform betreffen dich jedes Jahr aufs Neue. Ein Abo von etwa 20–30 € im Monat wirkt harmlos, summiert sich über Jahre aber zu einem Betrag, für den es auch eine eigene, individuell entwickelte Website gegeben hätte — die dir danach gehört.
Bei einer in Code gebauten Website ist es umgekehrt: Der Quellcode liegt bei dir, das Hosting läuft auf deinen Namen, und du kannst jederzeit den Hoster oder den Dienstleister wechseln, ohne die Website zu verlieren. Genau so übergebe ich jedes Projekt — mehr dazu auf meiner Seite Professionelle Website erstellen lassen.
Baukasten vs. Freelancer-Code: Der direkte Vergleich
Hier die Entscheidungskriterien kompakt nebeneinander — bewusst ohne Schönfärberei in beide Richtungen:
| Kriterium | Baukasten (Wix, Jimdo & Co.) | Freelancer (Custom Code) |
|---|---|---|
| Kosten | Laufendes Abo (typisch etwa 0–30 €/Monat), Preis steigt mit Tarif und Jahren | Einmalige Investition — bei mir Festpreis-Pakete zwischen 990 und 2.690 € |
| Zeit bis online | Sofort startbar — aber viele eigene Stunden bis zum brauchbaren Ergebnis | Wenige Wochen — deine eigene Zeitinvestition bleibt minimal |
| Design | Template — dieselbe Vorlage nutzen tausende andere Seiten | Individuell für deine Marke entworfen, unverwechselbar |
| Ladezeit | Aufgeblähter Plattform-Code, wenig Einfluss auf Performance | Schlanker Code — bei mir mit dem Ziel unter 1 Sekunde |
| SEO-Potenzial | Basis machbar, technisch aber durch die Plattform gedeckelt | Volle Kontrolle über Struktur, Meta-Daten, strukturierte Daten, Ladezeit |
| Eigentum & Wechsel | Kein vollständiger Export — Kündigung heißt Neuanfang (Lock-in) | Quellcode und Hosting gehören dir, jederzeit umziehbar |
| Betreuung | Support-Hotline bzw. Hilfe-Center der Plattform | Ein fester Ansprechpartner, Antwort i. d. R. innerhalb von 24h |
| Geeignet für | Hobby-Projekte, Ideen-Tests, reine Visitenkarten-Seiten | Unternehmen, die über die Website Kunden gewinnen wollen |
Wenn du dich nach diesem Vergleich für den Profi-Weg interessierst, aber Angst vor unkalkulierbaren Kosten hast: Genau dafür arbeite ich mit einem Festpreis-Modell — Leistungsumfang und Preis stehen fest, bevor das Projekt startet, und mit dem kostenlosen Live-Entwurf in 24 Stunden siehst du dein Ergebnis, bevor du überhaupt etwas beauftragst. Wie das funktioniert, liest du auf der Seite Website erstellen lassen zum Festpreis.
Der ehrliche Vergleich
Stell dir zwei Szenarien vor: Ein Handwerker, der einfach nur „online sein" will (Baukasten reicht), und ein Steuerberater, der Neukunden über Google gewinnen möchte (hier braucht es Qualität). Die Website-Lösung muss zum Ziel passen.
Wenn dein Geschäft davon abhängt, dass Menschen dich online finden und dir vertrauen, ist eine professionelle Website keine Option, sondern Pflicht. Ein Template von Wix transportiert nicht die gleiche Seriosität wie ein individueller, performanter Auftritt.
Mein ehrliches Fazit
Ich sage nie: „Jeder braucht eine Custom-Website." Wenn du ein Hobby-Blog startest oder eine simple Visitenkarten-Seite brauchst, kann ein Baukasten reichen. Aber sobald deine Website ein Werkzeug zur Kundengewinnung sein soll – und das ist sie in 90 % der Fälle – lohnt sich die Investition in Qualität.
Denk langfristig: Eine professionell entwickelte Website spart dir auf Dauer Zeit, Nerven und Geld für Nachbesserungen. Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen im Märkischen Kreis, die auf lokale Sichtbarkeit angewiesen sind, macht der Unterschied zwischen einem Baukasten und einer maßgeschneiderten Lösung oft den entscheidenden Unterschied bei Google-Rankings und Kundenanfragen. In meinem Beitrag über Website-Kosten 2026 findest du konkrete Preisvergleiche und Budgetrahmen.
Mein Angebot: Ich erstelle dir ein kostenloses Live-Mockup deiner neuen Website innerhalb von 24 Stunden. Kein Risiko, keine Verpflichtung – nur damit du siehst, was möglich ist.
